Alle Menschen sind gleich

 

 

Europa

Im Gespräch

Auf mein Wort

280 Tage

Impressum

 

Soll doch Friede sein auf Erden!
Können wir denn gar nichts spüren davon?

Weihnachten 1943

 

 

 

 

Jugendmigationsdienst Uelzen

Kennt ihr uns? Die überarbeitete Version des ersten Videos "Kennt ihr uns?". Der Film entstand im Rahmen des Filmprojekts des CJD Jugendmigrationsdienstes Uelzens. Der Text und die Idee sind von Geflüchteten selbst und zeigen ihre Gefühle.

      Flüchtlinge

 

 

 

 

 

 

 

Wenn bei irgendeiner Gelegenheit, wo das allgemeine Stimmrecht gebraucht, kaum zwei Drittel, ja vielleicht nicht einmal die Majorität der Stimmberechtigten an die  Stimmurne kommt, so ist dies ein Votum gegen das ganze System überhaupt.
Heinrich von Treitschke (1834 - 1896)

Und für welchen Fischer stimmst du, fragte die Sardine den Hering.
Manfred Hinrich (1926 – 2015)

      


Folgt man diesen beiden Herren, dann sind Wahlen eine mehr als zweifelhafte Angelegenheit, die zumindest eins nicht darstellen: Demokratie. Also die Regierungsform, in der das Volk die Macht im Staate ausübt. Aber, um bei Herrn von Treitschke zu verweilen, ist ein Votum gegen ein System nicht auch eine Form der Machtausübung? Liegt nicht gerade in der Wahlmöglichkeit, eine Stimme abgeben zu können oder nicht an die Urne zu gehen, das Wesen der Demokratie? Nun, unabhängig davon dürfte ein nicht erklärter Wille die gleiche Wirkung haben wie die in diktatorischen Systemen nicht gegebene Möglichkeit der Wahl. Entscheidungen sind bereits zuvor gefallen, sie ändern sich nicht durch den Wahlausgang.
Ähnlich scheint das auch der Philosoph Manfred Hinrich gesehen zu haben, der lakonisch feststellt, dass es letztlich egal ist, wen wir wählen … so oder so steuern wir auf ein Schicksal zu, das auf der einen Seite Profiteure, auf der anderen Seite Opfer hervorbringt. So war es, so ist es, so bleibt es.

Dass viele Menschen diesen Pessimismus teilen, dass viele Menschen diese Einschätzung für realistisch halten, zeigen vergangene Wahlen und deren Ergebnisse, die Parteien einen Platz in unserer Demokratie einräumen, die gerade diese Demokratie abschaffen wollen.
Und irgendwie ist es auch nicht falsch, die eigene Rolle als nicht wichtig anzusehen, erkennen zu müssen, dass wir nur für eine kurze Zeit die Aufmerksamkeit der „Fischer“ erhalten, um unser Kreuzchen an die richtige Stelle zu setzen … eine Aufmerksamkeit, die am Sonntag Punkt 18.00 Uhr Vergangenheit ist beziehungsweise darauf gerichtet zu sein scheint, das Beste aus dem Wahlergebnis herauszulesen, den Willen des Volkes scheinbar (?) umzusetzen und, so kommt es vielfach rüber, das eigene Wohlergehen durch Sicherung von Macht und Pöstchen zu pflegen.

So weit, so gut …. Nicht gut!

Es gibt, um den hier zitierten Herren den Wind aus den Segeln zu nehmen, weitere Möglichkeiten. Niemand hindert uns daran, uns selbst in die Gestaltung unseres Seins einzubringen. Niemand kann uns vorschreiben, dass unsere Willensäußerung mit dem Sonntags-Kreuzchen beendet ist. Wir können Tag für Tag in Parteien und anderen Gruppierungen mitgestalten, wir können die Fischer sein, die nicht den eigenen Vorteil suchen.
Aber selbst dann, wenn wir nur an einem einzigen Tag die Möglichkeit nutzen, unser Leben mitzubestimmen, selbst dann haben wir mehr als die Mehrheit der Weltbevölkerung. Wir sollten diese Möglichkeit nicht ungenutzt vorbeigehen lassen. Auch dann nicht, wenn Wahres an den klugen Sätzen unserer Philosophen dran ist … widerlegen wir sie!
 
  

 

 

 

 

 

Sonntag?

„Da will ich meine Ruhe haben.“
Sehe ich auch so.

Wählen gehen?

„Nee, wozu denn? Ich kann sowieso nichts ändern. Die da oben machen doch, was sie wollen.“
Satz 3 sehe ich auch so.

Aber ich sehe auch, dass ich etwas ändern kann, wenn ich mitmache. Denn nur wer sich in der Gegenwart engagiert, kann die Zukunft verbessern.

Sie wollen trotzdem nicht zur Wahl gehen? Ihr Schweigen kommt dann allen Parteien zugute, deren Arbeit Sie zu Recht kritisieren. Und noch schlimmer: Sie helfen einer Partei in das Parlament, deren Gedankengut von Intoleranz und Rassismus geprägt ist. Deren Gedankengut dem 20sten Jahrhundert die schrecklichsten zwölf Jahre beschert hat, die Deutschland je erlebt hat.

Wenn Sie meinen, das verantworten zu können, dann bleiben Sie ruhig zuhause.

Wahlkreuz

 

 

 

Aber mit einem kleinen Kreuz können Sie helfen, unsere hart errungene (wenn auch fehlerhafte) Demokratie zu schützen!

 

 

 

 

 

Wir sehen uns im Wahllokal?

 

 

 

 

 

 

Gorleben – seit 40 Jahren unser WUNDER PUNKT

Pfingstfreitag 2.6.2017
KULTURELLE WIDERSTANDSPARTIE
Von 14:00 bis in die Nacht hinein sind wir wieder am Belugadreieck vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben. Wir laden euch ein am Ort der Empörung mit uns bunt, frech und widerständisch zu sein.

                    Atomkraft

 

https://youtu.be/PAQbjwrKUoU

Quelle:

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=17982

 

 

 

 

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten und …

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist dagegen, das auch das deutsche Volk repräsentierende EU-Parlament ist deutlich dafür.
CETA befindet sich nach Wegräumen der Straßburger Hürden auf der Zielgeraden und ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Unbewohnbarkeit der Erde ist getan. Ein Trostpflaster nach dem USA-Korb. Aber der freie Handel mit Kanada, einem Land, das Tag für Tag seine traumhaft schöne und noch vor kurzer Zeit unberührte Natur vergewaltigt, ist auch was wert. Nebenbei: Der Handel war auch vor CETA frei, nun aber darf er hemmungslos betrieben werden.

Man mag sich damit beruhigen lassen, dass die Schiedsgerichte nicht zum Zuge kommen und Standards der Beteiligten erhalten bleiben sollen. Mag sein.
Kritischer sehe ich allerdings, dass das (von wem wohl?) hochgelobte mit dem Inkrafttreten von CETA erwartete Wirtschaftswachstum nichts weiter bedeutet, als dass der Missbrauch der Ressourcen der Erde vorangetrieben wird und der Planet auf sein Ende für die Menschheit zusteuert … Hat schon einen Sinn, dass der Mars erforscht wird.

Über CETA wird über kurz oder nicht ganz so kurz niemand mehr reden. Die selbstzerstörerischen Kräfte, die die Menschheit in den letzten zweihundert Jahren entwickelt hat, brauchen keine Freihandelsabkommen für die Vollendung ihres Werks. Nur die Frage, wie es dazu kommt, ist noch nicht zu beantworten: Ein weiteres Fukushima? Land unter in Ländern, die nach Abtauen des Grönlandeises nicht mehr bewohnbar sein werden? Oder nach altbewährtem Rezept, Meinungsverschiedenheiten und wirtschaftliche Interessen mit Kriegen zu klären und durchzusetzen?

Vermutlich wird es eine grausame Mischung sein, die die Menschheit bedroht und vielleicht sogar vernichtet. Zuvor werden Völkerwanderungen, gegen die Flüchtlingsströme der vergangenen Jahre wie Betriebsausflüge erscheinen, Probleme bisher nicht bekannten Ausmaßes bringen.

Es liegt an uns, diese zu bewältigen. Heute. Friedlich. In Achtung vor allen Menschen dieser wunderbaren Erde. Unter Schaffung einer neuen Werteordnung.   

 

Bild Michael Falke

 

 

 

 

 

Die Laienspielgruppe Deutschland präsentiert eine weitere Folge der Bundes-Novela

                   Ein Stück aus dem Tollhaus

Arbeitstitel der Folge: Ausbau des Schutzwalls um Europa.

      Flüchtlinge


Neben der Stammbesatzung Merkel und Erdogan soll nunmehr auch Beji Caid Essebsi in das Ensemble aufgenommen werden. Oberhaupt von Tunesien, das sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass niemand genau weiß, wer in diesem Land das Sagen hat.
Was die im Land tobenden machtversessenen Kampfverbände nicht daran hindert, bevorzugt die Menschen zu terrorisieren, gegen die der Schutzwall gerichtet ist. Klar, sobald ein Abkommen mit wem auch immer in Tunesien unterzeichnet ist, wird es zum sicheren Herkunftsland erklärt und die Flüchtlinge werden wie Menschen behandelt.

Wer`s glaubt, wird selig.

Wir sind im Wahljahr und, nachdem es Totgesagte tatsächlich wagen, frohen Mutes das Kanzleramt anzustreben, es muss um jeden Preis vermieden werden, dass sich ein von Großherzigkeit geprägtes Jahr 2015 auch nur ansatzweise wiederholt. Natürlich sind wir weiterhin bereit, die Willkommenskultur in Ehren zu halten; jeder Mensch in Not kann in Deutschland sicher leben.
Bleibt die Frage, wer „wir“ sind: Ganz sicher die vielen tausend ehrenamtlichen Helfer, die versuchen, die braunen Schatten, die über Deutschland liegen, wegzuwischen. Aber ganz sicher nicht die, die Europa und insbesondere Deutschland vor der angeblich drohenden Islamisierung mit dem alsdann sicheren Untergang retten wollen. Und dazu gehören auch nicht jene, die sich auf christliche Werte berufen und gleichzeitig Verträge mit Regierungen schließen, die Mitverursacher der Völkerwanderungen sind …

Fast vergessen, Deutschland gehört dazu.

 

Bild Michael Falke

 

 

 

 

 

Wer da glaubt, die Gefahr sei mit dem geplanten Ausstieg Deutschlands erledigt, der irrt

Atomaussieg

Daher lautet das Gebot der Stunde:

Energie einsparen
Effizienz steigern
Erneuerbare Energien nutzen

Eine europäische Energiewende kann nur ohne Kohle und Atom gelingen. Davon bin ich überzeugt und setze mich deshalb für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Erforschung von alternativen Energien ein.
Ich bin immer wieder entsetzt darüber, wie insbesondere die großen Energiekonzerne ihre Forderungen durchsetzen wollen. Im Februar dieses Jahres z. B. hat die Europäische Kommission Vorschläge für eine europäische Energieunion vorgestellt. Ein brisanter Inhalt: Die Kommission will noch in diesem Jahr ein neues Atomprogramm auflegen, um die „technologische Führungsrolle im Bereich der Atomenergie“ zu behaupten. Da hat meiner Meinung nach die Atomlobby ganze Arbeit geleistet.
Ein weiteres Beispiel: Im Dezember 2014 hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rund 2.000 Projekte vorgestellt, die sich um die Gelder aus dem 315 Milliarden schweren Investitionsprogramm bewerben. Neun europäische Staaten haben insgesamt 100 Milliarden Euro als Investitionszuschüsse für Atomkraftwerke beantragt. Es ist ein absolut dreistes Verhalten, für eine völlig veraltete, hochgefährliche und hochsubventionierte Technologie zusätzlich noch EU-Gelder beanspruchen zu wollen.
Vorrang für Erneuerbare Energien
Wir brauchen einen absoluten Vorrang für die Förderung dezentraler Erneuerbarer Energien und entsprechender Speichertechnologien. Dazu benötigen wir ein massives, auf fünf Jahre konzentriertes Förderprogramm zum Energieeinsparen in allen Bereichen (öffentliche Gebäude, Industrie, Gewerbe, private Haushalte, Verkehr). Zusammengefasst heißt das: Energie einsparen, Effizienz steigern und Erneuerbare Energien nutzen. Keiner der Erneuerbaren Energieträger sollte dabei bevorzugt werden; vielmehr muss ein ausgeklügeltes und effizientes Netz aus den verschiedenen Energieträgern geknüpft werden.
Die ÖDP will die Stromerzeugung in kleinen und mittelgroßen Anlagen in Bürgerhand. Das macht den Strom sicherer, auf Dauer billiger und beteiligt die Bürger am Gewinn. Schon heute senkt der Solarstrom den Preis an der Strombörse um mehr als 1 ct/kWh. Leider wird davon nichts an die Verbraucher weitergegeben.
Wollte man wirklich auf Erneuerbare Energien umstellen, müsste sichergestellt werden, dass auch dann ausreichend Strom zur Verfügung steht, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht. Dazu müsste man Biomasse-Kraftwerke (für Abfallholz, Bio-Abfälle usw., aber nicht Mais) bauen und außerdem mit dem überschüssigen Strom an sonnigen und windreichen Tagen Gas erzeugen, das in sehr großer Menge gespeichert und bei Bedarf wieder zu Strom gemacht werden kann.

Energiewende
Mittel- und langfristig gibt es keine Alternative zu einer umfassenden
Wende hin zu Erneuerbaren Energien – sowohl für Deutschland, Europa und weltweit.
Eine umfassende Energiewende hat Strom, Wärme und Verkehr im Blick. Sie setzt nicht allein auf Erzeugung aus erneuerbaren Quellen, sondern auch auf effiziente Nutzung und auf Verzicht auf unnötigen Verbrauch. Die ÖDP hält eine europäische Energieversorgung zu 100 % aus erneuerbaren Quellen für möglich und notwendig.

Konkret fordert die ÖDP

Beendigung des Euratom-Vertrages und unverzüglichen EU-weiten Atomausstieg.
Volle Haftpflicht der Betreiber von Atomkraftwerken für alle Risiken und für die sichere Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle in der gesamten EU.
EU-weite Regelung einer Mindestbesteuerung aller Primärenergieträger.
Schaffung eines Erneuerbare-Energien-Vertrages und Förderung Erneuerbarer Energien.
Forcierte Entwicklung umweltverträglicher, effizienter Speichertechnologien.
Verbot von Fracking und vergleichbar umweltschädlichen Fördermaßnahmen.
Verbot der künstlichen Speicherung von CO2 im Boden.

 
Quelle http://klaus-buchner.eu/europaeische-energiewende/
Bild Michael Falke (aufgenommen im Landkreis Lüchow-Dannenberg)

 

 

 

 

Erfolgreiche Veranstaltung zur Gemeinwohlökonomie im Büro des
ÖDP-Europa-Abgeordneten Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP)

Gegenwärtige Wirtschaftsordnung verursacht viele Probleme

Gemeinwohl(Berlin/19.01.2017) Im Salon Seraphim/Abgeordnetenbüro Buchner fand eine Veranstaltung zum Thema Gemeinwohlökonomie (GWÖ) statt. Martin Batta-Lochau, Vertreter der GWÖ Berlin-Brandenburg, erklärte die Idee der Gemeinwohlökonomie, die Solidarität vor Profit setzt.
„Gelingende Beziehungen setzen Vertrauen, Wertschätzung und Kooperation voraus. In der Wirtschaft, wie sie derzeit funktioniert, sind hingegen Egoismus, Konkurrenzdenken, Geiz und Gier prägende Elemente“, so Batta-Lochau. Überdies würde die derzeitige Wirtschaftsordnung Arbeitslosigkeit, Ungleichheit, Armut, Ausgrenzung, Hunger, Umweltschädigung und den Klimawandel begünstigen.
Deswegen sei ein Systemwandel notwendig. „Die Gemeinwohlökonomie ist eine neue Wirtschaftsordnung, in der die Werte der Wirtschaft im Einklang mit unseren Verfassungs- und Beziehungswerten stehen und die somit eine gutes Leben für alle ermöglicht“, erklärte Batta-Lochau. Unternehmen, die sich dem Gemeinwohl verpflichten, würden eine Kultur des Miteinanders pflegen, Mitarbeiter/innen als gleichwertige Partner behandeln und sicherstellen, dass jeder gesundheitserhaltend, sinnerfüllt und selbstverantwortlich einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens leisten kann.
Im zweiten Teil des Abends stellte Dr. Matthias Eigenbrodt, Zahnarzt aus Kreuzberg und Mitglied der ÖDP Berlin, seine im Einklang mit der Gemeinwohlökonomie funktionierende Praxis vor. Er leistet damit Pionierarbeit, denn er betreibt die erste Zahnarztpraxis deutschlandweit, die nach den Prinzipien der Gemeinwohlökonomie arbeitet.

Eine auf das Gemeinwohl gerichtete Politik bewirkt die Schonung der Natur, fördert das Glück jedes Einzelnen, verhindert Kriege, mindert Fluchtursachen, verlangsamt das Anwachsen der Erdbevölkerung  … und setzt der hemmungslosen Gier weniger Verantwortungsloser ein Ende.

Falls Sie über die Veranstaltungen im Berliner Büro des ÖDP-Europaabgeordneten informiert werden wollen, senden Sie bitte eine E-Mail an: bodisco@klausbuchner.eu

 

 Grafik Michael Falke

 

 

  

 

 

 

Wölfe in Niedersachsen: Bereicherung der Artenvielfalt
Verbesserung des Wolfsmanagements und besserer Schutz für NutztierhalterWolf

Nach 150 Jahren des Verschwindens ist der Wolf nach Deutschland und damit auch in die niedersächsischen Wälder zurückgekehrt. Die ÖDP Niedersachsen bekennt sich ausdrücklich zum Lebensrecht der Wölfe in freier Natur. Der Artenschutz dieser bedrohten Tierart hat einen sehr hohen Stellenwert, den es zu erhalten gilt. Gleichwohl gilt festzustellen, dass auch in Niedersachen Risse von Nutztieren durch Wölfe Anlass zur Besorgnis geben. So wurden im Dezember 2016 in Brockhimbergen (Landkreis Uelzen) mehrere Tiere einer Damwild-Herde auf umzäunter Fläche im „Blutrausch“ (Beuteschlag-Reflex) vom Wolf gerissen, ohne dass er diese vollständig gefressen hat.
„Wir unterstützen eine ausgedehnte Weidetierhaltung und damit eine Verbesserung des Tierwohls in der Landwirtschaft ausdrücklich. Die Weidetierhaltung muss daher effektiv vor dem Wolf geschützt werden“, fordert der ÖDP-Landesvorsitzende Martin F. Dreß (Bad Zwischenahn). Es kann nicht sein, dass die Nutztierhalter mit diesem Problem allein gelassen werden. Auch die von Umweltminister Wenzel (B90/Grüne) geforderte Einzäunung ganzer Weidetierhaltungs-Betriebe oder gar ganzer Weideflächen ist nach seiner Ansicht nicht nur unrealistisch, sondern auch unbezahlbar. Sinnvoller wären hier Beratung und Zuschüsse zur Anschaffung von Herdenschutzhunden, die in vielen Regionen Europas mit Wolfsbeständen erfolgreich eingesetzt werden.
Ein weiteres Problem: Derzeit ist es unter Androhung von Strafe nicht erlaubt, gerissene aber noch lebende Tiere, die qualvoll verbluten, durch einen Gnadenschuss zu erlösen, bevor nicht alle DNA-Spuren gesichert sind. „Das widerspricht meiner Auffassung von Tierschutz!“ kritisiert Dreß.
Wölfe benötigen sehr große Flächen als Lebensraum, was in einem insgesamt dichtbesiedelten Land wie Deutschland schwierig ist. Gerade deshalb ist es wichtig, die Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung nicht zu verlieren. Es muss besonders auf verhaltensauffällige Tiere geachtet werden. Eine sorgfältige Beobachtung und eine selektive Besenderung sollten selbstverständlich sein. Dafür muss es genügend Fachleute geben, die beurteilen können, ob ein Wolf verhaltensauffällig ist, um auch konsequentere Maßnahmen wie eine Vergrämung durchzuführen. In Ausnahmefällen und als letzte Möglichkeit sollte auch die Entnahme eines sogenannten „Problemwolfes“ möglich sein.
Es muss in erster Linie darum gehen, Präventivmaßnahmen zu treffen, um Wolfsübergriffe auf Nutztiere weitestgehend zu verhindern. Gleichzeitig ist aber auch schnellere Hilfe für die Betroffenen nötig. Die potenzielle Gefahr, die vom Wolf ausgeht, darf nicht unterschätzt, aber auch nicht dramatisiert werden. Ein realistisches Bild des Wolfes ist Voraussetzung dafür, dass der Wolf von der Bevölkerung akzeptiert und als Bereicherung verstanden wird.

 

Bild Michael Falke

 

 

 

Anspruch & Wirklichkeit

Oder: Wie wir uns daran gewöhnen sollen, dass es wenige wirklich Reiche, eine wohlgenährte Mittelschicht mit ungewisser Zukunft und eine immer größer werdende Zahl von Menschen geben wird, die nach einem arbeitsreichen Leben auf Almosen angewiesen sind.

RentenpolitikDiese Bundesregierung sucht und findet regelmäßig den falschen Weg, Probleme zu lösen. Insoweit befindet sie sich in einer höchst gediegenen Tradition, auch in der Rentenpolitik kann man sich da auf sie verlassen.
Eine nicht nur der Lebensleistung angepasste Mindestrente, gemeint ist nicht Sozialhilfe, ist von der Gemeinschaft aufzubringen.
Da deren Mindesthöhe nach dem Anspruch eines jeden Menschen auf ein würdiges Dasein zu bemessen ist und die Mittel dafür begrenzt sind (wir müssen ja unbedingt mehr in Aufrüstung investieren (Friedenserhaltung: Problemlösung wie gehabt)), sollte auch an der Kostenseite angesetzt werden: Allein die Mieten verschlingen in Deutschland einen großen Teil des zur Verfügung stehenden persönlichen Budgets. Durch die Schaffung von erheblich mehr Wohnraum, auch mit Förderung der stets offenen öffentlichen Hand, könnte dieser Teil der Belastung auch für die Bezieher niedriger Renten erträglich gehalten werden, vom Wenigen bliebe mehr übrig. 
Dieser Weg dürfte auch unbedarften Politikern einleuchten. Das wohl mal wieder nicht lösbare Problem liegt wohl darin, dass sich die bundesdeutsche Wohlstandsklasse auf diese Weise nicht dumm und dämlich verdienen könnte … und das ist in dieser verkorksten Republik wohl eines der höchsten Ziele.

Michael Falke

 Grafik Michael Falke